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Über mich

Mein Name ist Christoph und meine Faszination für Armbanduhren nahm bereits im frühen Kindesalter seinen Lauf. Während der Primarschul-Zeit trug natürlich auch ich ein kinderfreundliches Modell. Was das genau für eine Uhr war, daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Die erste Uhr, die sich in mein Gedächtnis einzubrennen vermochte, war ein Geschenk zu meiner Firmung. Das muss wohl so um 1987/1988 gewesen sein. Damals brachte die renommierte Schweizer Uhren-Marke Tissot den „Two Timer“ auf den Markt. Eine Uhr, die Analog- und Digital-Anzeige vereinte und mit einigen Zusatzfunktionen aufwartete. Ich war fasziniert von der Technik und war unglaublich stolz dieses nicht ganz günstige Meisterwerk an meinem Arm tragen zu dürfen. Der Two Timer war viele Jahre mein treuer Begleiter, musste aber wie die meisten Uhren beim Wechsel von Sommer- auf Winterzeit (oder umgekehrt) und auch sonst immer mal wieder manuell um- bzw. nachgestellt werden.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich in regelmässigen Abständen Abends um kurz vor halb acht vor dem Fernseher sass, meine Uhr auf 19:30:00 einstellte und dann beim Ablauf des Countdowns für die Tagesschau die Krone an der Uhr wieder in ihre Standard-Position drückte, damit mein Tissot Two Timer wieder sekundengenau die Zeit anzeigte.

Tissot Two Timer | Bild-Quelle: unbekannt

In den 90ern kam ich dann zum ersten Mal direkt mit Funk-Solaruhren in Berührung. Mein älterer und ebenfalls technikbegeisterter Bruder hatte sich damals eine Junghans angeschafft. Besonders faszinierend schien uns dabei hauptsächlich der Betrieb alleine durch die Kraft der Sonnenenergie. Damals hat das Interesse an Solarenergie in der Schweiz einen ersten Höhepunkt erreicht. Es wurden Prototypen von Fahrzeugen entwickelt, die nur durch Solarzellen betrieben wurden, und die sich im Rahmen der „Tour de Sol“ packende Rennen durch die Schweiz lieferten. Das am Fernseher zu beobachten war spannender als jedes Formel 1 Rennen, denn man fieberte mit seinem Favoriten mit und war zu Tode betrübt, wenn das Fahrzeug aus irgendwelchen technischen Gründen plötzlich einfach stehen blieb.

Aber zurück zu den Uhren: Die in der Junghans verbaute Funk-Technologie betrachteten wir vorerst als nette Zusatzfunktion. Doch bald schon kristallisierte sich diese Funktion als eigentliches Highlight heraus. Die Uhr musste niemals mehr manuell nachgestellt werden, weder beim Wechsel von Winter- auf Sommerzeit noch sonst irgendwann. Schnell wurde somit die Uhr meines Bruders zur Referenz in unserem Zuhause. Sämtliche Armbanduhren, Wanduhren, Backöfen und Wecker wurden regelmässig nach der Funkuhr meines Bruders gestellt. Die Junghans musste nie nachjustiert werden, sie blieb nie stehen, und es war auch kein Batteriewechsel nötig. Für mich bilden die Kombination von Solarbetrieb und Funksignal-Empfang in Armbanduhren genau aus diesen Gründen auch heute noch die ultimative Traumkombination.

Eine eigene Junghans war damals mein Traum, doch ich konnte mir diesen Traum als Gymnasial-Schüler einfach nicht leisten, und später ging dieser Traum in Vergessenheit, vielleicht auch, weil sich mein Geschmack bezüglich Uhren-Design veränderte. Die Marke Junghans ist bekannt für Hightech-Armbanduhren verpackt in einem schlichten, edlen Gehäuse.

Zu meinen Sturm- und Drang-Zeiten musste eine Uhr aber auffallen. Sie sollte multifunktional sein und diese Multifunktionalität auch optisch auf den ersten Blick erkennbar machen, mit komplexen Zifferblättern und vielen Knöpfen. So gab’s in regelmässigen Abständen wieder mal eine neue Uhr, meist eher im günstigen Preissegment angesiedelt. Neben Quarz-Uhren entstand auch eine kleine Sammlung an Automatikuhren, die ich mir während der Jahre angeschafft hatte. Ich hatte mir 3 oder 4 Stück mit Skelettzifferblatt gekauft, weil mich der Blick auf das Uhrwerk und der Betrieb ganz ohne Batterie faszinierte. Doch es stellte sich heraus, dass diese „No Name“ Uhren ziemlich ungenau liefen, und so schwand die Faszination ziemlich schnell auch wieder.

Irgendwann, es muss wohl zwischen 2008 und 2010 gewesen sein, stolperte ich per Zufall im Internet über eine Funk-Solaruhr, die mich vom ersten Augenblick an in ihren Bann zog. Es war eine Casio Edifice EQW-A1000B-1AJF. Diese Uhr MUSSTE ich einfach haben! Schwarzes Zifferblatt, blaue Zeiger, und auch im Gehäuse waren neben silber die Farben schwarz und blau wiederzufinden. Funktionen wie Weltzeituhr, Stoppuhrfunktion uvm. rundeten das Gesamtpaket ab. Doch diese Uhr zu beschaffen erwies sich deutlich schwieriger als angenommen. Die Nachfrage beim Casio-Händler vor Ort ergab, dass er dieses Modell nirgends in seinen Listen und Katalogen finden und somit auch nicht bestellen konnte. Auf meinen Hinweis, dass ich die Uhr aber doch im Internet gefunden hätte kam dann die etwas widerwillige Antwort, dass ich sie dann halt auch dort bestellen solle.

Online-Shopping war zwar schon damals längst aus den Kinderschuhen raus gewachsen, trotzdem bestand noch vielerorts grosse Skepsis betreffend der Sicherheit bei der Bezahlung mit Kreditkarte oder der Lieferung aus dem Ausland. Woher ich die Uhr dann schlussendlich bestellt habe, das weiss ich nicht mehr. Ich weiss nur, DASS ich das Risiko eingegangen bin und sie bei einem Anbieter ausserhalb der Schweiz bestellt habe. Und das Risiko hat sich gelohnt, denn kurz darauf wurde das sehnlichst erwartete Paket geliefert!

Casio Edifice EQW-A1000B-1AJF | Bild-Quelle: http://watch-tanaka3.sub.jp/casio/EQW-A1000B-1AJF/

Seither begleitet mich meine Casio Edifice EQW-A1000 noch immer tagtäglich, und sie hat mich noch nie wirklich im Stich gelassen! Ab und an ging mal der Federsteg zu Bruch, der dann vom Uhrmacher durch irgendetwas passendes ersetzt werden musste, und vor wenigen Jahren zeigte dann auch das Armband Altersschwächen und zerbröselte. Das grosse Suchen ging los. Ich hing an der Uhr und wollte sie unbedingt weiter tragen, aber das Armband war wohl eine Sonderanfertigung nur für dieses Modell und konnte also, genauso wie die Uhr selbst, nicht so einfach vom Händler nebenan besorgt werden. Ich bin zwar der Meinung, dass er dies inzwischen wohl hätte besorgen können, denn die internationalen Beziehungen sind auch bei den Händlern durch Internet & Co. gewachsen, aber der Aufwand war ihm wohl einfach zu gross, gemessen am zu erwartenden Ertrag.

Ich musste also vorerst meine geliebte Funk-Solaruhr beiseite legen und sie durch eine Alternative ersetzen. Meine Atuomatikuhren-Sammlung existierte schon längst nicht mehr. Und auch sonst stand nichts anderes mehr zur Verfügung ausser… einer Smartwatch. Im Rahmen eines Crow Funding Projektes investierte ich einmal ein paar Franken in ein StartUp-Unternehmen namens „MyKronoz“ und sicherte mir dadurch eine der ersten MyKronos ZeTime. Die ZeTime war die erste hybride Smartwatch mit mechanischen Zeigern und rundem Farbtouchscreen. Die MyKronoz begleitete mich also die nächsten Wochen und Monate.

Sowohl die Idee als auch die Ausführung und das Design dieser Smartwatch begeistern mich noch heute, aber so richtig glücklich machte mich das trotzdem nie, denn alle paar Tage musste die Uhr wieder geladen werden. Und da ich dies immer mal wieder vergass, lief ich dann auch ab und zu ohne Uhr umher, und musste feststellen, dass halt einfach doch irgendetwas fehlte.

Ich setzte also meine Suche nach dem Armband für meine Casio fort. Die Uhr wird längst schon nicht mehr produziert, und es gibt kein vergleichbares Nachfolge-Modell mit dem gleichen Armband. Würde es die Uhr noch geben, hätte ich mir vielleicht sogar eine neue angeschafft, denn inzwischen sind halt doch schon einige Kratzer am Gehäuse auszumachen. Aber eben, da war nichts zu machen. Aber ich gab nicht auf und suchte weiter nach dem Armband und wurde irgendwann tatsächlich in den Tiefen des World Wide Web fündig und konnte einen Händler in Deutschland ausfindig machen, der genau dieses Armband im Sortiment führte. Ich bestellte natürlich gleich zwei Sets, und wenige Tage später traf die Lieferung auch schon ein! Aus Ermangelungen eines Uhren-Reparatursets machte ich mich mit Mini-Schraubendreher und Pinzette ans Werk und wechselte das Armband aus. Und siehe da, es passte!

Überglücklich schnallte ich mir meine Casio Edifice wieder ums Handgelenk und die Smartwatch verschwand wieder in der Schublade.

Die vielen Stunden, die ich im Internet verbracht habe, um nach meiner geliebten Edifice oder Ersatzteilen dafür zu suchen, haben mich natürlich mit vielen weiteren Marken und Modellen von Funk-Solaruhren in Berührung gebracht. Mehrmals stand ich kurz davor mir einfach eine neue Funk-Solaruhr zu kaufen. Doch die Infos, die mir in diversen Internetshops zur Verfügung standen, liessen meist grundlegende Fragen offen. Handelte es sich beim beschriebenen Modell tatsächlich um eine Funk-Solaruhr oder doch nur um eine Solaruhr ohne Funksignal-Empfang oder um eine Funkuhr mit normalem Batteriebetrieb? Ich begann also weiter zu recherchieren und fand unzählige Armbanduhren die sowohl Solarbetrieb als auch Funksignal-Empfang vereinen. Die bekanntesten Anbieter sind hierbei unbestritten Junghans, Casio und Citizen. Aber ich konnte auch günstigere Modelle von Brands wie ETT (Eco Tech Time), Meister Anker uvm. ausfindig machen. Die Designs reichen von klassisch elegant bis hin zu wuchtigen, sportlichen Zeitmessern.

Um allen am Kauf einer Funk-Solaruhr Interessierten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Hilfestellung zu bieten, habe ich mich dazu entschlossen die gesammelten Informationen auf einer Website zu veröffentlichen. Auf funksolar.com findet sich eine riesige Auswahl an verschiedensten Funk-Solaruhren in allen Preisklassen, Testberichte, Vergleiche und viele Infos zu Marken und Technologien wieder.

Ich wünsche Dir viel Vergnügen beim Stöbern!